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HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA
59. WELTFRIEDENSTAG

PAPST LEO XIV.

ANGELUS

Petersplatz
Donnerstag, 1. Januar 2026

[Multimedia]

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Liebe Brüder und Schwestern, ein gutes neues Jahr!

Während sich der Rhythmus der Monate wiederholt, lädt uns der Herr ein, unsere Geschichte zu erneuern und endlich eine Epoche des Friedens und der Freundschaft zwischen allen Völkern einzuleiten. Ohne diese Sehnsucht nach dem Guten hätte es keinen Sinn, die Seiten des Kalenders umzublättern und unsere Terminkalender zu füllen.

Das Heilige Jahr, das nun zu Ende geht, hat uns gelehrt, wie wir die Hoffnung auf eine neue Welt stärken können: indem wir unser Herz zu Gott bekehren, um Unrecht in Vergebung, Schmerz in Trost und gute Vorsätze in gute Taten zu verwandeln. Auf diese Weise wohnt Gott selbst in der Geschichte und bewahrt sie vor dem Untergang, indem er der Welt den Erlöser schenkt: Jesus. Er ist der eingeborene Sohn, der unser Bruder wird und das Gewissen der Menschen guten Willens erleuchtet, damit wir die Zukunft als ein gastfreundliches Zuhause für jeden Mann und jede Frau gestalten können, die zur Welt kommen.

In diesem Zusammenhang lenkt das Weihnachtsfest unseren Blick heute auf Maria, die als Erste das Herz Christi schlagen hörte. In der Stille ihres jungfräulichen Schoßes gibt sich das Wort des Lebens als Herzschlag der Gnade zu erkennen.

Seit jeher kennt Gott, der gute Schöpfer, das Herz Marias und unser Herz. Indem er Mensch wird, gibt er uns sein eigenes Herz zu erkennen: Deshalb schlägt das Herz Jesu für jeden Mann und jede Frau. Für diejenigen, die bereit sind, ihn aufzunehmen, wie die Hirten, und für diejenigen, die ihn nicht aufnehmen wollen, wie Herodes. Sein Herz ist nicht gleichgültig gegenüber denen, die kein Herz für ihre Mitmenschen haben: Es schlägt für die Gerechten, damit sie in ihrer Hingabe beharrlich bleiben, und für die Ungerechten, damit sie ihr Leben ändern und Frieden finden.

Der Erlöser kommt in die Welt, indem er von einer Frau geboren wird: Halten wir inne, um dieses Geheimnis zu verehren, das in der Allerheiligsten Jungfrau Maria aufleuchtet und in jedem Ungeborenen widerscheint, indem es das göttliche Bild offenbart, das unserem Leib eingeprägt ist.

An diesem Welttag beten wir alle gemeinsam für den Frieden: vor allem zwischen den Nationen, die von Konflikten und Elend heimgesucht sind, aber auch für Frieden in unseren Häusern, in den Familien, die von Gewalt und Leid gezeichnet sind. In der Gewissheit, dass Christus, unsere Hoffnung, die Sonne der Gerechtigkeit ist, die niemals untergeht, bitten wir vertrauensvoll um die Fürsprache Marias, der Mutter Gottes und Mutter der Kirche.

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Nach dem Angelus

Liebe Brüder und Schwestern,

ich grüße euch alle herzlich, die ihr an diesem ersten Tag des Jahres auf dem Petersplatz versammelt seid. Ich wünsche euch Frieden und alles Gute! In herzlicher Dankbarkeit erwidere ich die Glückwünsche des Präsidenten der Italienischen Republik, Sergio Mattarella.

Seit dem 1. Januar 1968 feiern wir heute nach dem Willen des heiligen Papstes Paul VI. den Weltfriedenstag. In meiner Botschaft habe ich den Wunsch aufgegriffen, den mir der Herr bei meiner Berufung zu diesem Dienst eingegeben hat: »Der Friede sei mit euch allen!« Ein unbewaffneter und entwaffnender Friede, der von Gott kommt, ein Geschenk seiner bedingungslosen Liebe, das unserer Verantwortung anvertraut ist.

Liebe Freunde, beginnen wir heute, mit der Gnade Christi ein Jahr des Friedens zu schaffen, indem wir unsere Herzen entwaffnen und uns jeglicher Gewalt enthalten.

Ich spreche meine Anerkennung für die unzähligen Initiativen aus, die zu diesem Anlass auf der ganzen Welt ins Leben gerufen worden sind. Insbesondere erinnere ich an den Friedensmarsch, der gestern Abend in Catania stattgefunden hat, und grüße die Teilnehmer des Friedensmarsches, der heute von der Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert worden ist.

Des Weiteren begrüße ich die Gruppe von Schülern und Lehrern aus Richland, New Jersey, sowie alle Römer und Pilger, die anwesend sind.

Zu Beginn dieses Jahres, in dem sich der 800. Todestag des Heiligen Franziskus jährt, möchte ich jedem Menschen seinen Segen zusprechen, der der Heiligen Schrift entnommen ist: »Der Herr segne und behüte dich. Er zeige dir sein Angesicht und erbarme sich deiner. Er wende dir sein Antlitz zu und schenke dir Frieden.«

Möge uns die heilige Gottesmutter auf unserem Weg im neuen Jahr leiten. Euch allen wünsche ich alles Gute!